Grüne Position zum Flughafen

Auf der gestrigen OV-Sitzung haben wir auch den letzten RP-Artikel zum Thema Flughafen Revue passieren lassen.
Die Aussagen in der Rheinischen Post legten aufgrund eines missverständlichen Vergleichs zur Auskiesung leider den Schluss nahe, dass wir dem Flughafen positiv gegenüberstehen. Dem möchten wir hiermit ausdrücklich widersprechen.
Flugverkehr ist die CO2-intensivste Art zu reisen, so verbraucht eine Person von Weeze nach Palma de Mallorca und zurück 0,6 t CO2. Flugzeuge emittieren neben CO2 auch Stickoxide, Ozon, Sulfate, Ruß und Wasserdampf und das auch in den besonders sensiblen Luftschichten der unteren Stratosphäre. Hinzu kommt die Lärmbelästigung für die umliegenden Gemeinden. Wir können nicht einerseits CO2 Einsparungen staatlich subventionieren und vorantreiben und auf der anderen Seite Billigflieger mit Steuergeldern am Leben halten. Es liegt daher auf der Hand, das möchten wir hiermit noch einmal klarstellen, dass wir dem Flughafen NICHT positiv gegenüberstehen können sondern:
Wir fordern, dass keine weiteren Subventionen mehr erfolgen, auch nicht versteckt, zum Beispiel als Grundstückskauf.
Darüber hinaus fordern wir einen Plan B für den Fall, dass der Flughafen seine Schulden nicht zurückzahlen kann. Die Gemeinde Weeze sowie der Kreis Kleve darf für diesen  Fall nicht planlos da stehen, sondern es müssen auch Alternativen erarbeitet werden und diese sollten  fernab von der Möglichkeit der Auskiesung sein.
Wir Grüne stehen aber auch weiterhin für einen Dialog, welcher zum Ziel haben sollte, eine dauerhaft und allgemein verträgliche Lösung für das Thema Flughafen Weeze zu finden. 

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